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Schülerstimmen

Woran erkennt man einen guten Gesangslehrer?

An der Fachkompetenz und am pädagogischen Geschick! Beides habe ich bei Claudia Dylla gefunden. Sie hat meine Stimme zielorientiert und behutsam aufgebaut. Jede Unterrichtseinheit hat eine eigene Dynamik und oft einen beglückenden „Aha“ Effekt.

… Anfänglich ist es mir schwergefallen,

mich auf diese komischen Übungen einzulassen. Ich weiß aber jetzt, wieviel Arbeit dahintersteckt, dass es eine große Gabe ist, eine schöne Stimme zu haben und diese auch gezielt zu trainieren. Ich kam in einer Zeit zu dir, in der mir der Glaube an mich selbst und an mein Können gefehlt hat. Meinen Glauben hast Du mir Stückchen um Stückchen wiedergegeben und einfach konsequent mit mir gearbeitet. Ich habe so viel gelernt, Danke!

Liebe Freunde der Musik und des Theaters,

in meinem Unterricht arbeite ich gerne mit den Belcanto-Arien von Nicola Vaccai und lasse den Schüler entsprechend seiner Möglichkeiten stets über Vokalisen und Vokal-Konsonantenverbindungen eine dieser Arien singen.

So kann der Schüler nach einer fundierten Ausbildung, unabhängig davon, ob er sich im Pop, Musical- oder im Klassik-Bereich bewegt, auf eine langfristig einsetzbare und auch unter hohen Belastungen gesunde Stimme vertrauen.

Kein Mensch kann nicht singen, es sei denn, er ist verletzt oder krank. Entscheidend ist der Muskelaufbau des Kehlkopfes und die Koordination aller an der Phonation beteiligten Vorgänge in Körper, Seele und Geist. Wir sind sozusagen ein biologisches Instrument. Dies gilt sowohl für Sänger, als auch für Schauspieler. In beiden Fällen haben wir es mit Metrum, Rhythmus und Melodie zu tun.

Oper contra Pop?
Es ist irrelevant, ob der Schüler Klassik, Jazz, Musical oder Pop singen will, ob er zeitgenössische Gedichte rezitiert oder Shakespeares Werke.

Eine solide und umfassende Basis
Auf der Grundlage der italienischen Schule kann die Stimme in jedem Genre langfristig und vielfältig eingesetzt werden und bleibt unanfällig. Der Lernende erwirbt eine solide und umfassende Basis. Es gibt nicht den Jazzkehlkopf, oder den Opernkehlkopf. Das Instrument ist die menschliche Stimme, die man zunächst technisch gewandt, anschließend dann stilsicher einzusetzen lernt.

Der Lehrer benötigt dafür eine Menge Zeit - der Schüler Geduld.

Und wie heißt es doch so schön? Die Wiege des Gesangs steht in Italien. Nicola Vaccai's »metodo pratico di canto« ist dafür ein klangvolles Zeugnis!

Claudia Dylla

Was machen wir im Unterricht?

Die drei Säulen der sängerischen Ausbildung

1. Vokale Grundlagenbildung, Stimmtraining
  1. Vokale Grundlagenbildung, Stimmtraining, Atemtraining, Sprachbehandlung, Artikulation, Einführung in die deutsche Hochlautung, und schließlich Einsatz in der musikalischen Literatur. „Belcanto“ versus „Belting“
2. Aktive musikalische Weiterbildung

(beginnt passiv schon im Säuglingsalter)

  • a) Tonsatz, also Notenkenntnisse, ohne die ein Austausch mit anderen Musikern kaum möglich ist! Und außerdem: Noten sind bildgewordene Musik, also Lernstoff für alle Sinne; lernt man alles mit dem Vaccai !!!

  • b) Gehörbildung, Konzerte, Opern, Theateraufführungen besuchen, Radio und CD`s hören usw., Auge und Ohren offen halten :)
  • c) Harmonielehre, ein weites Feld, beginnt auch schon früh, eigentlich mit „Alle meine Entchen...“

Tonika, Subdominate, Dominante, wir kennen sie bereits, nur wussten wir lange nicht, wie sie heißen, die drei Grundharmonien der abendländischen, d.h. unserer Musikkultur. Aber auf diesen Harmonien baut sich alles auf, von Bach bis zu den Beatles, von Vivaldi bis Adele, von Schütz bis Einaudi. Wenn wir diese Klänge kennen, haben wir schon die Essenz der europäischen Harmonik, ja man könnte sagen, Stube, Kammer Küche… gelernt.  Und schon ist der Einsteigerkurs eröffnet. - Neinnein, nicht dass ich den jetzt halten will, wäre viel zu langweilig als Lesetext, man kann das spielend oder eben singend lernen, auf einem Instrument, beim Musikhören, überall. Nur die Berührungsängste sind oft zu groß, das beginnt schon, dass man scheut bei dem Begriff „Theorie“. Nicht wehren, einfach machen! Und dann „macht“ es Spaß!

3. Literaturstudium (Werkkenntnis, Stilsicherheit)

kommt mit Punkt zwei, hört nie auf!

Ein wichtiges Kriterium der Ausbildung zum Sänger ist die umfassende Fähigkeit zur dynamischen Synchronisation. Man könnte diese Fähigkeit auch als sängerischen Instinkt bezeichnen. Hierin besteht das eigentliche Geheimnis des Erfolges. Es lohnt sich, mehr darüber zu erfahren.

Gut zu wissen!
Nicola Vaccai

Nicola Vaccai ist ein Name, der jedem Gesangs- und Schauspielstudenten geläufig sein sollte. Geboren in Tolentino, komponierte und lehrte er in Neapel, Venedig, Triest, Mailand, Wien, Paris und London und schrieb ein methodisches Unterrichtswerk von bis in unsere Zeit reichender Bedeutung. In einprägsamen Miniatur-Arien werden Schüler mit den wachsenden Anforderungen der Gesangsausbildung vertraut gemacht und sanft zu Höchstleistungen geführt.

Dynamische Synchronisation

Definition:
Synchronisation, aus dem Griechischen - syn - „zusammen“, - chrónos -„Zeit“.

Lehre des zeitlichen Abgleichens von Vorgängen, Uhren und Zeitgebern.

Synchronisation sorgt dafür, dass Vorgänge gleichzeitig (synchron) oder in einer bestimmten Reihenfolge zeitlich geordnet ablaufen können.

Dynamik: - Aus dem Griechischen – dyamike - Macht, Kraft entlehnt, ist die Lehre von der Bewegung von Körpern unter dem Einfluss von Kräften…

In allem Lebensbereichen sorgt die - Dynamische Synchronisation – für das fließende Ineinander - Übergehen verschiedener Ereignisse. So können wir z.B. gehend sprechen, oder wir lächeln und reichen unserem Gegenüber die Hand.
Ohne dynamische Synchronisation könnten wir nicht Autofahren, kein Reiter würde im Sattel bleiben usw. usw.
Für Sänger ist es wichtig, dass alle Sinnesorgane miteinander arbeiten. Sie werden auf das Muskelspiel abgestimmt. Selbst die Grenzen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein verlaufen fließend.
Beim Üben, also der permanenten Wiederholung musikalischer Abläufe, findet ein Prozess der Angleichung des Bewussten an das Unterbewusste statt. Praktisch bedeutete dies, wir trainieren eine Passage so lange, bis wir nicht mehr daran denken müssen.
Auch für die Atmung ist die dynamische Synchronisation unerlässlich. Wenn wir einen musikalischen Einsatz rechtzeitig finden wollen, muss vorher geklärt sein, welche Tonhöhe und welcher Tonansatz notwendig ist und – vor allem - wann wir atmen. Anfangs „denken“ wir das Singen und beobachten uns, unseren Körper, unsere Wahrnehmung, im Laufe der Zeit aber entwickeln wir ein „Gefühl“, und zwar genau dann, wenn der Prozess der bewussten, dynamischen Synchronisation abgeschlossen ist.
Dann können wir uns der Interpretation eines Liedes oder Songs zuwenden.

Mein Anliegen:

Sänger begleiten, die sich ohne fremde Hilfe zu Hause Songs, Melodien und Chorpartien erarbeiten können.

Ich möchte dem kursierenden Vorurteil unter Musikern entgegenwirken, alle Sänger seien musikalische Analphabeten. Die Peinlichkeit, die entsteht, wenn ein Sänger im Chor, in einer Band oder bei der Bewerbung um ein Hochschulstudium geschriebene Musik nicht oder nur dürftig lesen kann, ist vermeidbar.

Ein Sänger sollte in der Lage sein, sich mit Musikern in Proben und Konzerten zu verständigen. Notenkenntnisse, Phrasierungszeichen, Klangverwandtschaften, kurzum die Struktur der Musik ist die Grammatik der musikalischen Sprache; einer Weltsprache, die jeder erlernen kann.

Leider kann man sich diese Kenntnisse nicht erkaufen und sollte sie auch nicht umgehen, so wie es heute manche Schnellstartpropheten zu vermitteln suchen, um Kundschaft zu locken.

Zu Beginn legen wir das sängerische Fundament. Eine Musikschule bietet eine sehr gute Basis für alle weiteren Lebenswege. Wir wecken die Freude am alltäglichen Singen und Hören, das Interesse am eigenen kulturellen Erbe, an Konzerten, Theateraufführungen und Veranstaltungen!

So gewinnt man Respekt vor musikalischen Werken. Mein Ziel ist es, den Schülern auch eine gesunde Einschätzung für die Arbeit eines Berufssängers zu vermitteln. Diese kann dann mit den eigenen Fähigkeiten immer wieder in das richtige Verhältnis gebracht werden.

Danke an die Schüler
Patrick & Sarah Liebesduett: „Wenn ich in Deine Augen sehe“ von Fanny Hensel

In der langen Zeit des Unterrichtens habe ich junge, aber auch ältere Schüler erlebt, die mir große Freude und viele Impulse gaben. Einige gingen zum Studium und haben das Singen zu ihrem Beruf gemacht! Andere singen heute in renommierten Chören oder stehen mit einer Band auf der Bühne. Oder sie unterrichten selbst an einer Musikschule. Wir haben eine Musical-Gala aufgeführt, eine Walt – Disney – Revue und einen klassischen Liederabend und mancher hat gestaunt, zu welchen Leistungen er fähig ist. Wer hat vorher schon mal ein klassisches Duett als Szene gesehen!!! Große Klasse! Sarah Engel und Patrick Pfingstl, heute ein renommierter Musicaldarsteller, machten es möglich. So wurde ein Gedicht zum Ereignis - Poesie und Gesang verflossen zu einer künstlerischen Einheit.

Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gab es zahlreiche Preise. Toll war der erste Preis auf Bundesebene im Fach Musical 2003, den Martin Hermann erringen konnte. Das macht Spaß, ein schönes Gefühl.

Als Gesangslehrer genießt man viel Vertrauen und erlebt auch die Familien der Schüler mit, ja Freundschaften mit den Eltern entstanden. Es ist eben mehr als nur Stimmarbeit, es ist Begleitung ins Leben. Für diese schönen Erfahrungen bin ich dankbar!

Tipps und Anregungen

wie viele Bücher sind schon über die Sängerstimme geschrieben worden, wie viele Methoden im Namen des „richtigen“ Gesanges entstanden, wie viel Kluges und weniger Kluges gesagt und verbreitet worden! Dies alles kann man kritisch lesen und abgleichen mit eigenen Erfahrungen! Dem füge ich nichts hinzu.

Aber glaubt nie, dass es von selber geht. Üben! Üben! Üben!
Vertraut Euch selbst! Vertraut dem Wohlgefühl beim Singen!
Vorsicht!!!

Manchmal findet man im Vorwort eines Lehrbuchs Hinweise, wie man „schnell“ und wenn es geht, ohne viel Fleiß (ja, ein altmodisches Wort, aber gültig :)) singen erlernt oder es wird versprochen, „Du brauchst keine Noten lernen!“, das ist verlockend, aber hier würde ich mal zumindest warnen und zur Vorsicht mahnen. Wir mögen es, zu sparen, an Zeit, an Geld und persönlichem Einsatz. Das geht schief, denn wir sparen letztendes nur an -   und gegen uns selbst!!! 

Literaturempfehlungen:
  • Vokalisen nach Concone, Lütgen, Bordogni und
  • Arie antiche, eine wunderbare Sammlung von italienischen Arien, die zu Vaccais mettodo prattico eine tolle Ergänzung darstellen
  • Stimmübungen von Rainer Templin, der u.a. an der Musikhochschule „Robert Schumann“ in Düsseldorf unterrichtet und eine Stimmübungs–CD entwickelt hat
  • Seth Riggs, der bahnbrechend ist für eine neue Art des Singen – Lernens, des sog. „Speach-Levels“, mit dem er erfolgreich unterrichtet und u.a. Michael Jackson ausgebildet hat. In den von ihm entwickelten Trainingseinheiten, welche ein Drittel meines Trainings einnehmen, werden (Atmung, Ansatzrohr/Vokaltrakt, Tonansatz, Stimmsitz, Geläufigkeit, Registerübergänge, Klangfarben und Vokalausgleich)

Stilblüten

Mit Carmen bei der Arbeit an der Intonation:

CD: „Das ist wirklich nur ein Halbton runter, denke ihn „hoch!“

Carmen: „Ooch naja, mit Klavier ist das alles gar kein Problem, da hast Du ja diese Schwarz – Weiß Markierung…!“

Bei der Arbeit mit Anna an der Arie „Er weidet seine Herde“:

„Claudia, was ich Dich schon lange fragen will: Was heißt eigentlich müssellich?“

CD: „Wo steht das denn?“

Anna: „Na hier steht doch: Kommt her zu mir, die ihr mühselig seid …“

Begegnung mit Rainer Templin (Autor der Stimmübungs – CD) in Weimar bei der Preisverleihung des Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“:

RT : „Darf ich Ihnen zu ihrem ersten Preis gratulieren, mein Name ist Rainer Templin!“

Martin weicht zurück: „Ach … Sie waren das?! …“

Im Unterricht mit Holger:

„Claudia, ich hab`s jetzt raus, wie man einen Triller singt: Ich nehme einen Vibrator und halte ihn genau hier hin…“ (zeigt auf seinen Kehlkopf)

Textarbeit in freier Natur: Franz steht an einem Bach und soll den Text zur Winterreise sprechen:

CD: „Franz, ich versteh kein Wort, bediene die Konsonanten …“

Franz hält inne und denkt nach, dann: „Sag mal Claudia, könnte es sein, dass der Bach einfach zu laut ist?“

 

Ein Anrufer

"Frau Dylla, ich möchte Gesangsunterricht nehmen. Nennen Sie mir Ihre Bedingungen!“

CD: „Je … nun … arbeiten “

Ein anderer Anrufer

„Frau Dylla, ich möchte singen. Schicken Sie mir bitte die Preisliste zu.“

Arbeit mit Bernd:

Bernd: „Ich bin ja wirklich kein Opern-Fan, aber Deine Empfehlung war echt gut. Ich habe den „Othello“ sofort verstanden. Weißt Du, das ist wie bei unserer Scheidung, ich war furchtbar eifersüchtig auf meine Frau ….“

 

Arbeit mit Bernd:

Im Unterricht mit Pelle: „Claudia, ich verspreche Dir, den Ton krieg ich auch noch…“

Mit Karen im Unterricht:

CD: „Und, hast Du geübt?“

Karen: „bloß Naja, ich würde gern … aber ich habe so musikalische Ohren, und wenn ich mich höre, das halte ich einfach nicht aus…“

Eines Tages kommt ein Vater mit zum Unterricht. Er hört eine Weile zu, dann steht er ruckartig auf:

„Also Frau Dylla, mir reicht`s. Ich habe ihnen meine Tochter jetzt schon drei Monate anvertraut und investiert. Und sie machen mit ihr nichts als Übungen!

Wann kann sie endlich singen?“

Nach der Premiere der Musicalgala in der Eisenbahnhalle:

Eine Mutter: „Also wir sind so stolz auf unsere Tochter, das hätten wir nie gedacht. Wie sie da auf der Bühne stand, so stark, so sicher, und so toll gesungen. Wo hat sie das bloß gelernt?“

CD: „Nun, bei mir eventuell?“

„Meinen sie wirklich?“

Copyright 2019 Claudia Dylla